Bootsdienst

Die Wasserwacht im DRK setzt zur Erfüllung ihrer Aufgaben im erheblichen Umfang Motorrettungsboote ein. Vor allem bei langen Distanzen auf Gewässern und Flüssen kommen die Motorboote der Wasserwacht zum Einsatz um unsere Einsatzkräfte schnell und effektiv zum Einsatzort zu bringen.

Um den besonderen Anforderungen an die Führer dieser Wasserrettungsfahrzeuge gerecht zu werden bildet die Wasserwacht Bootsführer aus. Aber wie bei allen Sachen ist auch hier Verantwortungsbewusstsein gefragt.

Ziel ist es, den Motorrettungsbootführer so auszubilden, dass dieser jederzeit in der Lage ist, das ihm anvertraute Rettungsmittel so zu führen, dass unter Abwägung aller Umstände und Risiken das Rettungsmittel und die ihm anvertraute Besatzung nicht unnötig in Gefahr gerät und die bestmögliche Hilfe geleistet wird.

Aus diesem Grund ist die Ausbildung zum Motorbootführer auch deutlich umfangreicher, als bei Bootsführerscheinen für den privaten Bereich. Neben einer Theorieausbildung von mind. 31 Stunden müssen auch mind. 10 Stunden in der Praxis absolviert werden. Im Anschluss an die umfassende Ausbildung kann nur eine qualifizierte Weiterbildung den hohen Ausbildungsstand der Motorrettungsbootführer gewährleisten um professionelle Hilfe im Einsatz zu bieten.
Denn im Einsatzfall heißt es für die Bootsführer der Wasserwacht: „Wir fahren raus, wenn andere reinfahren!“

Die Ausbildung zum Motorbootführer schließt die Möglichkeit ein, nach erfolgreicher Prüfung den Motorbootführerschein für Binnengewässer des Deutschen Motorsport und Yachtverbandes zu erlangen.

(Verfasser: Florian Koch, Datum: 27.09.2016)